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Geschichte

Die Geschichte des Instituts für Sport und Sportwissenschaft bis 1986

1844
richten 51 Studenten ein Gesuch an den Senat der Universität, zu festgesetzten Stunden turnen zu dürfen (erster Hinweis auf einen organisierten Hochschulsport)

1847
Wird Karl Friedrich Wilhelm WASSMANNSDORFF zum ersten Universitäts-Turnlehrer in Heidelberg bestellt

1870
regt WAASMANNSDORFF an, eine Ausbildungsstätte für den theoretischen und praktischen Schulturnunterricht einzurichten (erster Hinweis auf eine organisierte Sport- bzw. Turnlehrerausbildung)

1872 – 1898
organisieren verschiedene studentische Gruppierungen (meistens Korpsstudenten) den studentischen Sport selbstständig, nachdem WSSSMANNSDORFD aus Krankheitsgründen zurücktrat.

1898
Johannes RISSOM Chemiker und examinierter Turnlehrer engagiert sich in der Folgezeit stark im studentischen Sport und richtet im gleichen Jahr noch Turn- und Spielkurse für Studierende ein.

1908
Der engere Senat der Universität beschließt auf Betreiben RISSOMs die Bildung eines Akademischen Ausschusses für Leibesübungen

1910
RISSOM erhält die Genehmigung zur Durchführung eines Turnlehrer-Kurses nach preußischem Muster. Die Universität Heidelberg ist damit die erste Universität Süddeutschlands, an der das Turnlehrerexamen abgelegt werden kann

1922
wird im Marstallgebäude eine Turnhalle eingerichtet, die bis 1958 genutzt wird.

1926
überträgt das Badische Unterrichtsministerium RISSOM die Leitung des Akademischen Ausschusses für Leibesübungen und die Ausbildung der Turnphilologen. Die Basis für das Entstehen eines Instituts für Leibesübungen ist damit geschaffen.

1931
am 4. Dezember erfolgt die Gründung des Instituts als „Zusammenfassung aller der Betätigung und dem Unterricht in den Leibesübungen dienenden Einrichtungen der Universität Heidelberg zu einem Institut für Leibesübungen“. Direktor wird  Prof. Dr. Johannes RISSOM

1933
Einweihung des Universitäts-Bootshauses an der Schumannstraße

1934
scheide RISSOM als Leiter des Akademischen Ausschusses für Leibesübungen aus. Die Aufgaben der Institutsleitung werden Otto NEUMANN und Universitätsturnmeister Dr. K. MATTHES übertragen

1936
Einweihung einer neuen Sportplatzanlage neben dem Botanischen Garten

1939
Dr. Otto NEUMANN wird zum Direktor des Instituts für Leibesübungen ernannt

1946
Wiederaufnahme des gesamten Sportbetriebes im Sommersemester 1946. Kommissarischer Leiter wird Walter KRÄMER

1950
Direktor des Instituts für Leibesübungen wird wiederum Dr. O. NEUMANN. Der Marstallhof und die Sportanlagen in der Tiergartenstraße neben dem Botanischen Garten dienen als Ausbildungsstätten. W. KITZING übernimmt die Leitung des Allgemeinen Hochschulsports

1955
Verleihung der Carl Diem-Plakette an Dr. O. NEUMANN für seine Arbeit „Sport und Persönlichkeit“

1964
Das jetzige Institut und die Sportanlagen im Neuenheimer Feld werden eingeweiht, die Anlagen am Marstallhof und Botanischen Garten aufgelöst.

1965
Dr. Otto NEUMANN wird Honorarprofessor an der Philosophischen Fakultät

1968
Hermann RIEDER wird zum Direktor des Instituts für Leibesübungen ernannt

1970
Umbenennung des Instituts für Leibesübungen im Institut für Sport und Sportwissenschaft und Verankerung in der Grundordnung der Universität. Schaffung eines Senatausschusses für Sportwissenschaft unter Leitung von Prof. Dr. G. ROMPE

1971- 1977
Übernimmt Akad. Direktor Roland VIERNEISEL kommissarisch die Leitung des Instituts für den als Direktor an das Bundesinstitut für Sportwissenschaft in Köln berufenen Dr. H. RIEDER 

1971
Auf Initiative von Dr. H. Rieder wird der Bau des Bundesleistungszentrums Heidelberg für Basketball, Volleyball, Schwimmen und Tischtennis ermöglicht. Das ISSW erhält eine 30%ige Nutzung. Eingegliedert wird das Sportmedizinische Untersuchungszentrum unter Leitung von Prof. Dr. H. WEICKER

1973
Berufung des Direktors des Bundesinstituts für Sportwissenschaft Dr. H. RIEDER auf den Lehrstuhl für Sportwissenschaft

1974
Berufung von Dr. H. EBERSPÄCHER auf eine C3-Professur Sportwissenschaft mit Schwerpunkt Sportpsychologie

1975
Aufnahme der „Fachgruppe Sportwissenschaft“ in die Fakultät für Wirtschafts- und Sozialwissenschaften

1975
erste Dissertation im Fach Sportwissenschaft an der Universität Heidelberg durch H. STEINER (inzwischen Prof. an der TU Karlsruhe)

1976
Berufung von Dr. K. EGGER auf eine C2-Professur Sportwissenschaft mit Schwerpunkt Sportpädagogik. Prof. EGGER nahm 1982 einen Ruf auf einen Lehrstuhl an der TH Darmstadt an und wechselte 1984 auf einen Lehrstuhl an die Universität Bern als Direktor des Instituts für Leibeserziehung

1980
Das Institut für Sport und Sportwissenschaft wird der Fakultät für Sozial- und Verhaltenswissenschaften der Universität Heidelberg zugeordnet

1982
Das ISSW veranstaltet aus Anlass des 80. Geburtstages von Prof. Dr. O. NEUMANN ein internationales Symposium „Motorik- und Bewegungsforschung“

1985
Berufung von Dr. D. HACKFORT auf eine C 3-Professur Sportwissenschaft mit Schwerpunkt Sportpädagogik

1986
erste Habilitation im Fach Sportwissenschaft an der Universität Heidelberg durch Dr. K. BÖS. In der Fakultät für Sozial- und Verhaltenswissenschaften wird das erste Habilitationsverfahren im Bereich Sportwissenschaft mit dem Thema: „Sportspezifische Probleme bei der Erfassung motorischer Fähigkeiten“ abgeschlossen. Die venia legendi wurde für das Fach Sportwissenschaft erteilt.

1986
Anlässlich der 600-Jahrfeier der Universität veranstaltet das ISSW
•    die deutsche Hochschulsportwoche
•    das internationale Spiel- und Sportfest (mit Begegnungsaktion Behinderter und Nicht-Behinderter)
•    die Weltkonferenz der AIESEP
•    Treffen ehemaliger Studierender des ISSW mit Sportschau

1986
Beginn der Erweiterungsbauten zum Forschungs- und Verwaltungstrakt und Erweiterung der Umkleideräume des Hallenbads im ISSW.